Feature und Reportagen von Jane Tversted und Martin Zähringer
Am 20.09.2026 um 13.04 Uhr sendet WDR5 unser Feature „Kulturkampf im Wald - Wie Bürgerinitiativen gegen Windkraft kämpfen“.
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Kulturkampf im Wald
Wie Bürgerinitiativen gegen Windkraft kämpfen
Das Feature „Kulturkampf im deutschen Wald“ reist nach Bad Münstereifel, Güstrow, Mettmann und Thüringen und zeigt,
wie Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen kämpfen: aus Sorge um Landschaft, Heimat, Artenschutz und Mitsprache.
Zugleich fragt die Recherche, wo legitimer Protest endet und wo Desinformation, Klimawandelleugnung und rechte Einflussnahme
beginnen.
Im Zentrum steht die Strategie der AfD, sich als politischer Arm der Anti-Windkraft-Bewegung anzubieten – bis hin zu
völkischen Naturbildern und Angriffen auf die Energiewende. Ein vielstimmiges Feature über Naturschutz, Populismus,
Profitinteressen und die Frage, wie demokratische Konflikte um Klimaschutz gelöst werden können.
Erstausstrahlung am 20. September 2026
Produktion WDR 2026
Regie Phillippe Brühl
Regieassistenz Tim Müller
Redaktion Nikolaus Steiner
Am 31.05.2026 um 18:05 Uhr wiederholt NDR Kultur unser Feature „Norwegen und die Energiewende“. Ein Klick auf das Foto führt zur Sendung.
Norwegen und die Energiewende
Norwegen sieht sich als Vorreiter beim Umwelt- und Klimaschutz.
Das Land besaß das erste Umweltministerium weltweit, es hat schon sehr
früh eine CO2-Steuer eingeführt, der Gro-Harlem-Brundtland-Report prägte den
Begriff der nachhaltigen Entwicklung, und Norwegens Stromproduktion ist zu fast 99%
klimaneutral.
Das wäre eine sichere Basis für die Pariser Klimaziele, wenn es nicht
den fossilen Exportsektor mit seiner CO2-intensiven Öl- und Gasproduktion gäbe.
Auch der soll nun klimaneutral werden. Der Strom für die Förderung, der bisher durch
Gasturbinen auf den Plattformen selbst erzeugt wird, soll jetzt von Wasser- und
Windkraft kommen.
Doch die Norweger "vergessen" die Emissionen, die beim Verbrauch
von Öl und Gas bei den Endkunden im Ausland entstehen.
Erstausstrahlung am 15. März 2026
Produktion HR 2026
Regie Marlene Breuer
Redaktion Dorothe Meyer-Kahrweg
Am 19.12 2025 um 15:04 Uhr wiederholt WDR3 unser Feature "Isuma - Filmen am Rande der Welt". Ein Klick auf das Foto führt zur Sendung.
Isuma
Filmen am Rande der Welt
Die arktische Siedlung Igloolik liegt in einer kargen Landschaft an der Hudson Bay.
Sie hat nur etwa 1600 Einwohner. Alles muss per Schiff
importiert werden: Die Häuser, die Möbel, die Kleidung, die Nahrungsmittel,
die Quads und der Diesel, der für Heizen und jede Art von Motor benutzt wird.
Igloolik liegt im autonomen Inuitgebiet Nunavut im Nordosten Kanadas. Etwa
seit der Gründung von Nunavut im Jahr 1999 ist das Filmkollektiv Isuma in Igloolik
aktiv. Ihr erster Spielfilm „Atanarjuat: The Fast Runner“ wurde in Cannes mit der
Goldenen Palme ausgezeichnet. Es folgten weitere Spielfilme und eine vielseitige
Medienproduktion, die auch die Entwicklung von Nunavut kontinuierlich begleitet.
Das Feature zeichnet ein Portrait des Filmkollektivs, das seit fast
drei Jahrzehnten aktiv ist. Wie war es am Anfang? Wie ist es heute?
Was treibt sie an?
Erstausstrahlung 21. Oktober 2023
Das Feature wurde gefördert durch ein Arbeitsstipendium der Film- und
Medienstiftung NRW.
Produktion WDR 2023
Regie Nikolai von Koslowski
Redaktion Leslie Rosin/ Adrian Winkler
Am 19.10.2025 um 18:00 Uhr sendet NDR Kultur unser Feature „Climate Fiction - Über den Klimawandel in der Literatur“. Ein Klick auf das Foto führt zur Sendung.
Climate Fiction
Über den Klimawandel in der Literatur
Hurrikan Katrina hat 2005 die Golfküste im Südosten der USA stark verwüstet, 2012 kam Sandy bis nach New York,
2017 zog Irma zerstörerisch über Florida.
Solche Tragödien haben in der Literatur sogar ein eigenes Genre begründet: CliFi
Gerade in den USA, wo das Thema Klimawandel immer noch zu heftigen Kontroversen führt,
hat sich Climate Fiction oder auch Climate Change Fiction als Strömung etabliert.
Die Referenz zu SciFi - also Science Fiction - ist gewollt: Einer der wichtigsten Climate Fiction Autoren
kommt aus der SciFi-Tradition: Kim Stanley Robinson.
Robinson, berühmt für seine „Mars Trilogie“, leuchtet in
vielen seiner Romane die wissenschaftliche, technische und politische Seite des Klimawandels aus.
In seinem Roman „New York 2140“ (2018) verlegt er die Handlung in eine nicht allzu ferne Zukunft, in der der
Atlantik um 15 Meter angestiegen ist und die Stadt überflutet hat.
Am Golf von Mexiko hat sich dagegen eine
realistische CliFi-Tradition entwickelt, die von konkreten Ereignissen wie den immer massiver werdenden Hurrikans
erzählen. Reagiert CliFi auf die Realität oder nimmt sie die Fakten vorweg? Und inwiefern unterscheiden sich Fakten
und Fiktion?
Produktion WDR/DLF 2018
Regie Philip Bruehl
Redaktion Leslie Rosin
Am 16.03.2025 um 13:04 Uhr wiederholt WDR5 unser Feature "Der Joik des Windes - Norwegische Sami kämpfen gegen Windkraftwerke". Ein Klick auf das Foto führt zur Sendung.
Der Joik des Windes
Norwegische Sami kämpfen gegen Windkraftwerke
Der Widerstand gegen große Windenergieprojekte im Rentierland
(40% Norwegens sind ausgewiesenes Rentierterritorium) ist ein Kulturkampf der Sámi
für ihre Rechte. Sie kämpfen nicht primär gegen Windenergie, sondern für ihr
Menschenrecht auf Ausübung indigener traditioneller Kultur.
Auch Umweltschützer
haben Zweifel am Nutzen der scheinbar grünen Großprojekte, und der Begriff
„Grüner Kolonialismus“ erhält eine gefährliche Evidenz,
wenn man näher hinhört, wofür der Grüne Strom eigentlich genutzt werden soll.
Im Feature kommen einige Akteure im norwegischen Energiekonflikt zu Wort. Der Streit um
Territorien hat eine tiefere Dimension. Es geht um das Fortbestehen einer alten Kultur.